{"id":11270,"date":"2020-06-17T11:06:19","date_gmt":"2020-06-17T09:06:19","guid":{"rendered":"https:\/\/neu-dfkschlesien.site\/?p=11270"},"modified":"2021-02-09T11:09:55","modified_gmt":"2021-02-09T10:09:55","slug":"uroczystosc-upamietnienia-ofiar-obozu-zgoda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dfkschlesien.pl\/de\/2020\/06\/17\/uroczystosc-upamietnienia-ofiar-obozu-zgoda\/","title":{"rendered":"Gedenkfeier f\u00fcr die Opfer des Lagers Zgoda"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<div class=\"itemBody\">\n<div class=\"itemFullText\">\n<p>Am 13. Juni fand eine Gedenkfeier f\u00fcr die Opfer des Lagers Zgoda statt. Dieses Jahr hatte die Gedenkfeier einen beschr\u00e4nkten Charakter.<\/p>\n<p>Die Feierlichkeit hat sich mit einer Heiligen Messe in der St. Josefs Kirche in K\u00f6nigsh\u00fctte \u00a0begonnen. Dann haben wir an der Ged\u00e4chtnisst\u00e4tte Lagertor eine Gedenkminute f\u00fcr die Opfer abgehaltet. Dabei nahmen zahlreiche Delegationen und Ehreng\u00e4ste, u.a. Bernard Gaida \u2013 <em>Pr\u00e4sident des Verbandes <\/em>der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen<em>, <\/em>S\u0142awomir Po\u015bpiech \u2013 Pr\u00e4sident der Stadt Schwientochlowitz.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Gedenkfeier wurde der Brief von Gerhard Gruschka an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gedenkfeier in Lager Zgoda vorgelesen.<\/p>\n<p>Zgoda: Gedenkfeier 2020<\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br \/>\ndie augenblickliche Krisenzeit verlangt von uns allen schmerzliche Einschr\u00e4nkungen, und das gilt auch f\u00fcr unsere heutige Gedenkfeier. Aber wir begehen mit dieser Feier ein beeindruckendes Jubil\u00e4um, bei dem ein kurzer R\u00fcckblick eigentlich nicht fehlen darf. Bitte seien Sie deswegen so freundlich, den ehemaligen H\u00e4ftlingen des Lagers Zgoda zus\u00e4tzlich f\u00fcnf Minuten f\u00fcr diesen R\u00fcckblick zu schenken.<br \/>\nVor f\u00fcnfundzwanzig Jahren, am 17. Juni 1995, wurde auf dem Kommunalfriedhof im benachbarten Ruda ein mit Unterst\u00fctzung von Opferangeh\u00f6rigen und ehemaligen H\u00e4ftlingen errichtetes schlichtes Denkmal eingeweiht. Diese Feier war zugleich das erste \u00f6ffentliche Gedenken an die Toten des Lagers Zgoda.<br \/>\nDamals \u2013 nur f\u00fcnf Jahre nach der politischen Wende \u2013 war dieses Vorhaben verst\u00e4ndlicherweise mit einigen Ungewi\u00dfheiten verbunden. Umso \u00fcberraschender war die unerwartet gro\u00dfe Zahl der festlich gekleideten Besucherinnen und Besucher, die feierliche Gestaltung der nachgeholten christlichen Begr\u00e4bnisliturgie an einem ehemaligen Massengrab und die anschlie\u00dfende Gedenkmesse im Caritasheim von Ruda.<br \/>\nDamals war das Lagertor in das Gedenken noch nicht einbezogen, aber viele Teilnehmer der Feier nahmen die Gelegenheit wahr, nach deren Ende diesen Erinnerungsort aufzusuchen.<br \/>\nDie unerwartet gro\u00dfe Resonanz auf die erste Gedenkfeier inspirierte ehemalige Zgodah\u00e4ftlinge zu dem Versuch, das \u00f6ffentliche Gedenken an die Toten ihres Lagers auch in den folgenden Jahren zu begehen, in dem dann auch das Lagertor eine Station der Erinnerung wurde.<br \/>\nEs w\u00fcrde zu weit f\u00fchren, die Entwicklung dieses Gedenkens in allen Einzelheiten zu benennen. Erw\u00e4hnt sei jedoch., da\u00df sich bei der Stadtverwaltung von Schwientochlowitz f\u00fcr die Causa Zgoda mehr und mehr ein positives Interesse entwickelte. Als eine Folge davon wurde im Jahr 2005 das Lagertor in einer spektakul\u00e4ren Aktion der besseren Darstellung wegen zwanzig Meter zur Stra\u00dfe hin vorgeschoben und die Fl\u00e4che um das Tor mit einer Pflasterung und einem Halbrund von Tujen versehen. Die drei damals schon geplanten Erinnerungstafeln mit Inschriften in polnischer, englischer und deutscher Sprache konnten allerdings erst 2009 realisiert werden. In diesem Jahr \u00fcbernahm die Durchf\u00fchrung der Gedenkfeiern der DFK Schlesien.<br \/>\nDie Besucherzahl von 1995 wurde in den f\u00fcnfundzwanzig Jahren seither zwar nur noch bei der Einweihung der neugestalteten Gedenkst\u00e4tte im Jahr 2005 erreicht. Doch vermutlich h\u00e4tte sich wohl kaum einer der Teilnehmer an der ersten Gedenkfeier bei der damaligen noch ambivalenten Situation vorstellen k\u00f6nnen, da\u00df das Opfergedenken noch im Jahr 2020 lebendig sein und sogar einem Coronavirus trotzen w\u00fcrde.<br \/>\nUnd da wir heute Jubil\u00e4um feiern, sei es gestattet, im Namen sowohl der noch lebenden als sicher auch der inzwischen verstorbenen ehemaligen H\u00e4ftlinge des Lagers Zgoda ein herzlich Dank zu sagen \u2013 den vielen Besucherinnen und Besuchern der Gedenkfeiern seit 1995 f\u00fcr ihre Anteilnahme am Schicksal der Lageropfer und f\u00fcr ihre Treue \u00fcber f\u00fcnfundzwanzig Jahre &#8211; den Kommunal- und Landespolitikern f\u00fcr ihre Aufgeschlossenheit dem Thema Zgoda gegen\u00fcber &#8211; den Geistlichen beider Konfessionen f\u00fcr ihre spirituelle Begleitung &#8211; den Abordnungen schlesischer Vereine &#8211; und nicht zuletzt den Vertretern der deutschen Minderheit f\u00fcr ihr Bem\u00fchen um einen w\u00fcrdigen Verlauf der Feiern.<br \/>\nGott beh\u00fcte Sie alle.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 13. 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