{"id":12408,"date":"2022-12-01T14:53:46","date_gmt":"2022-12-01T13:53:46","guid":{"rendered":"https:\/\/dfkschlesien.pl\/?p=12408"},"modified":"2022-12-01T14:53:46","modified_gmt":"2022-12-01T13:53:46","slug":"stanowisko-towarzystwa-spoleczno-kulturalnego-niemcow-wojewodztwa-slaskiego-zwiazane-z-odslonieciem-makiety-pod-brama-obozu-zgoda-w-swietochlowicach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dfkschlesien.pl\/de\/2022\/12\/01\/stanowisko-towarzystwa-spoleczno-kulturalnego-niemcow-wojewodztwa-slaskiego-zwiazane-z-odslonieciem-makiety-pod-brama-obozu-zgoda-w-swietochlowicach\/","title":{"rendered":"Stellungsnahme des Deutschen Freundschaftskreises zur Enth\u00fcllung der Attrappe beim Tor des Lagers \u201eZgoda&#8221; in Schwientochlowitz"},"content":{"rendered":"<p>Seit vielen Jahren, sobald sich die Gelegenheit dazu ergab, k\u00fcmmern sich Angeh\u00f6rige der deutschen Minderheit und regionale schlesische Organisationen um diese Stelle. Wir bem\u00fchen uns den Opfern jedes Jahr mit zahlreichen Feierlichkeiten ein w\u00fcrdiges Gedenken zu bereiten. Diese Tatsache ist unserer Meinung nach nicht nur in den Landesmedien sichtbar, sondern auch im Ausland. In dieser Hinsicht k\u00f6nnen die Aktivit\u00e4ten des Ehrenkomitees und der spirituell mit der Gedenkst\u00e4tte verbundenen Kreisen eine beachtliche dokumentierte Leistung vorweisen.<\/p>\n<p>Heute haben wir gemeinsam mit Vertretern der schlesischen Autonomiebewegung und \u201e\u015alonskiej Ferajny\u201c an der Enth\u00fcllung des Modells des Lagers teilgenommen. Leider wurde die Beschreibung des Modells nicht ge\u00e4ndert und stellt nur eine &#8220;polnische&#8221; Sichtweise dar. Wir sind mit dieser einseitigen Botschaft nicht einverstanden. Unserer Meinung nach handelt es sich um eine schwerwiegende Manipulation und Sch\u00e4ndung des Gedenkens an die Opfer. Die in diesem Fall gew\u00e4hlte Terminologie ist eine Folge der historischen Politik und verfolgt unseres Erachtens von oben herab das Ziel, die deutsch-polnischen sowie die polnisch-europ\u00e4ischen Beziehungen zu belasten. Seit einigen Jahren sehen wir von uns das unverst\u00e4ndliche konsequente Handeln und die Anwendung eines heidnischen Konzepts von Schuld und kollektiver Verantwortung, das das Christentum nicht kennt. Eine solche Identifizierung eines gemeinsamen Feindes und die Projektion dieses Feindes und B\u00f6sewichts zielt nat\u00fcrlich darauf ab, die Gesellschaft unter dem Deckmantel des Nationalismus zu konsolidieren, und ist ein Beispiel f\u00fcr eine berechnende Politik, wie sie f\u00fcr totalit\u00e4re Staaten mit nationalem Manich\u00e4ismus typisch ist.<\/p>\n<p>Bei der Beschreibung des Modells des Lagers \u201eZgoda&#8221; kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich um einen Verweis auf die Ideologie und die Methoden der sozialtechnischen Manipulation handelt, die von den Mitarbeitern der Geheimpolizei in den 1960er Jahren angewandt wurden, nur dass er jetzt unverbl\u00fcmter ist, denn selbst in der Volksrepublik Polen, insbesondere nach dem Fall von Gomu\u0142ka und der Unterzeichnung des Warschauer Pakts 1970 sowie der Aufnahme von Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland, wurde dieses Narrativ abgemildert und eine begriffliche Unterscheidung zwischen den Adjektiven deutsch, nationalsozialistisch und nazistisch getroffen. Logisch, wenn deutsch, warum nicht \u00f6sterreichisch? Immerhin waren viele der Verbrecher, wie der Kommandant des Lagers P\u0142asz\u00f3w, \u00d6sterreicher? Schlie\u00dflich schreibt man \u00fcber sowjetische Verbrechen, nicht \u00fcber russische, denn die Opfer der Sowjets waren auch Russen, man schreibt nicht \u00fcber polnische Verbrechen, nur \u00fcber polnische Kommunisten, denn deren Opfer waren auch Polen.<\/p>\n<p>In diesem Sinne protestieren wir gegen den Ausschluss der sozialen Seite von weiteren Aktivit\u00e4ten im Zusammenhang mit der Zukunft des Lagers \u201eZgoda&#8221;. Gleichzeitig fordern wir, dass die Aufschrift auf dem Modell ge\u00e4ndert wird in: &#8220;&#8230;Nazi und Kommunist&#8230;&#8221;.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit vielen Jahren, sobald sich die Gelegenheit dazu ergab, k\u00fcmmern sich Angeh\u00f6rige der deutschen Minderheit und regionale schlesische Organisationen um diese Stelle. 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