{"id":12484,"date":"2023-02-28T09:32:42","date_gmt":"2023-02-28T08:32:42","guid":{"rendered":"https:\/\/dfkschlesien.pl\/?p=12484"},"modified":"2023-02-28T09:32:42","modified_gmt":"2023-02-28T08:32:42","slug":"mniejszosci-w-dialogu-cykl-spotkan-miedzykulturowych","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dfkschlesien.pl\/de\/2023\/02\/28\/mniejszosci-w-dialogu-cykl-spotkan-miedzykulturowych\/","title":{"rendered":"Minderheiten im Dialog. Interkulturelle Gespr\u00e4chsreihe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Journalist, Musiker, Malerin. Kaschuben \/ Slowinzen, Lemken, Juden \u2013 wir laden Sie ein, au\u00dfergew\u00f6hnliche Pers\u00f6nlichkeiten kennenzulernen, die aus nationalen, ethnischen, kulturellen und religi\u00f6sen Minderheiten stammen. Unsere G\u00e4ste werden ihre Kultur, Traditionen und ihr k\u00fcnstlerisches Schaffen vorstellen. <\/strong><\/p>\n<p>Sehr oft werden Minderheiten, ihre Initiativen oder Probleme von aktuellen politischen Ereignissen \u00fcberschattet, sodass diese das \u00f6ffentliche Bewusstsein nicht erreichen. Auch im Bereich des breit verstandenen kulturellen Erbes sind einzelne Minderheiten nur wenig pr\u00e4sent, deshalb auch l\u00e4dt das Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen (DAZ) zu einer Reihe von Treffen, die an dieses Thema ankn\u00fcpfen. Die deutsche Minderheit und ihre Umgebung sind nicht das einzige Thema, das im Interessenbereich des Zentrums liegt: Wir wollen eine Plattform f\u00fcr den Dialog mit Vertretern und Institutionen anderer nationaler und ethnischer Minderheiten in Polen und Europa schaffen.<\/p>\n<p>Unser erster Gast wird der <strong>Journalist Gerald Gr\u00e4fe<\/strong> sein, ein Nachkomme der heute nicht mehr existierenden Volksgruppe der <strong>Lebakaschuben \/ Slowinzen<\/strong>, dessen Geschichte ebenfalls in der Dauerausstellung \u201eDie Deutschen in Polen \u2013 Geschichte und Gegenwart\u201c zu finden ist, die im Hauptsitz des Zentrums in der ul. Szpitalna 11 in Oppeln pr\u00e4sentiert wird.<\/p>\n<p>Die Lebakaschuben, auch Slowinzen genannt, sollten in der Volksrepublik Polen ein Zeugnis f\u00fcr die Spuren des Polentums in Vorpommern sein. Nach 1945 erinnerten sich nur noch die \u00e4ltesten Bewohner abgelegener D\u00f6rfer an einzelne kaschubische W\u00f6rter, ihre Alltagssprache blieb Deutsch. In einer engen Gruppe \u00fcberlebten die Slowinzen bis in die 70-er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts nur im Dorf Kluken, waren aber st\u00e4ndigen Schikanen ausgesetzt; schlie\u00dflich verlie\u00dfen sie Polen und sind in den nachfolgenden Migrationswellen nach Deutschland gereist. Noch Mitte der 80-er Jahre verk\u00fcndeten Propagandatexte: \u201eDie polnische indigene Bev\u00f6lkerung, die das Germanisierungsprogramm \u00fcberlebte, ist das beste Zeugnis des lebendigen Polens in Westpommern.\u201c Heute ist die letzte Spur der Lebakaschuben <a href=\"http:\/\/muzeumkluki.pl\/de\/uber-uns\/\">das Slowinzische Dorfmuseum<\/a>.<\/p>\n<p>Von der Heimat in Pommern erfuhr der geb\u00fcrtige Mecklenburger Gerald Gr\u00e4fe mehrfach bei Familienfeiern. Seine erste Reise in das Land seiner Vorfahren unternahm er jedoch erst vierzig Jahre nach der Vertreibung seiner Gro\u00dfeltern und seiner Mutter. Seitdem zeichnet Gerald Gr\u00e4fe die Familie Reimann auf. Er schrieb auch eine Reihe von Publikationen \u00fcber die \u201ealte Heimat\u201c in Kluken am Lebasee und \u00fcber ihre Bewohner, die sich als Deutsche f\u00fchlten.<\/p>\n<p>Das Treffen mit Gerald Gr\u00e4fe ist das Erste aus einer Reihe, die im Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen stattfindet. Wir laden Sie herzlich ein am <strong>3. M\u00e4rz 2023 um 17:00 Uhr im Hauptsitz des Zentrums in der ul. Szpitalna 11 in Oppeln<\/strong>. Moderatorin des Gespr\u00e4chs wird Alicja Schatton-Lubos: Filmproduzentin, Regisseurin und \u00dcbersetzerin, Inhaberin der Produktionsfirma Vidifilm, die sich \u2013 neben Dokumentar- und Werbefilmen \u2013 mit der Organisation von Museumsausstellungen auf der Grundlage neuer Technologien befasst, einschlie\u00dflich der Dauerausstellung im DAZ.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache mit Simultan\u00fcbersetzung ins Polnische statt. Die Anzahl der Pl\u00e4tze ist begrenzt; <strong>wir bitten Sie, Ihre Anwesenheit per E-Mail <\/strong><a href=\"mailto:cdwbp@cdwbp.opole.pl\"><strong>cdwbp@cdwbp.opole.pl<\/strong><\/a><strong> oder telefonisch unter +48 77 407 50 12 zu best\u00e4tigen.<\/strong><\/p>\n<p>Weitere Treffen im Rahmen des Projektes <em>Minderheiten im Dialog. Interkulturelle Gespr\u00e4chsreihe<\/em> findet am 21.\u00a0April und am 13. Juni 2023 statt. Unsere G\u00e4ste werden von Musik und bildender Kunst begleitet. Mehr Informationen in K\u00fcrze! Finden Sie uns auf Facebook (<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/CDWBP\">CDWBP<\/a>) und Instagram (<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/cdwbp_daz\/\">CDWBP_DAZ<\/a>).<\/p>\n<p><strong>Das Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen<\/strong> wurde offiziell am 11. September 2022 er\u00f6ffnet. Seine Hauptaufgaben sind es, \u00fcber die Geschichte und Gegenwart der deutschen Gemeinschaft in Polen zu informieren und Materialien zu sammeln, die die aktuellen Aktivit\u00e4ten und Initiativen der deutschen Minderheit dokumentieren.<\/p>\n<p>Das Projekt<em> Minderheiten im Dialog. Interkulturelle Gespr\u00e4chsreihe<\/em> wird vom <a href=\"https:\/\/www.ifa.de\/\">Institut f\u00fcr Auslandsbeziehungen (ifa)<\/a> aus dem Haushalt des Ausw\u00e4rtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland \u00fcber den <a href=\"https:\/\/vdg.pl\/de\/\">Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen<\/a> finanziert.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Journalist, Musiker, Malerin. Kaschuben \/ Slowinzen, Lemken, Juden \u2013 wir laden Sie ein, au\u00dfergew\u00f6hnliche Pers\u00f6nlichkeiten kennenzulernen, die aus nationalen, ethnischen, kulturellen und religi\u00f6sen Minderheiten stammen. Unsere G\u00e4ste werden ihre Kultur, Traditionen und ihr k\u00fcnstlerisches Schaffen vorstellen. 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